LEXIKON :: vichykaro

Vichy-Muster ist ein Begriff für verschiedene Muster in der Stoffweberei. Es sind gleichbreite Streifen, farbig im Wechsel mit Weiß. Das inzwischen als Modeklassiker geltende Vichykaro sind ebensolche Farbstreifen, gekreuzt. Mittlerweile in allen Farben erhältlich, auch das Weiß wird gerne in Farbe getaucht, ist das ursprüngliche Muster rot-weiß, blau-weiß und deren Pastelltöne.

Vichykaro wird auch als Bauernkaro oder Küchenkaro bezeichnet. Es ist gerne für Wäsche und Heimtextilien im Einsatz, wird aber immer mehr in der Mode, z.B. für „Französichen Chic“ à la Brigitte Bardot am Strand und in der Kindermode verarbeitet.

Die gleichbreiten Streifen bzw. Karos entstehen durch gleich viele Kett- und Schussfäden.

stoff der woche :: vichy klein orange

vichykaro

p1060166_21.jpg

polka :: dots

Polka Dots sind seit langer Zeit ein Klassiker, immer Trend, stets in style, nie fehl am Platze.

Business-Outfits, verspielte Home-Fashion oder sogar in der Abendmode – Punkte punkten!

Das Stoffmuster „Pünktchen“, gleichmäßig verteilt, zuerst schwarz auf weiß, später in anderen Farbkombinationen, wurde in den 40er Jahren populär. Gleichzeitig durften sich die Damen in Schale schmeißen und auf Tanzveranstaltungen glänzen. In Punkten. Zur aktuellen Polka. —- Polka Dots waren geboren! Welch Bereicherung für die Mode!

Lasst Punkte tanzen und näht Euch Styles, die was hermachen. Ganzkörper oder Akzente – Stil zeigen ist angesagt, und zwar zeitlos, ohne Modediktat!

Pünktchenstoff

Susanne, Polka Dots, blau auf weiß

Tüll

Tüll ist ein außergewöhnlicher Stoff, der sofort an Ballettröckchen und Petticoats denken lässt. Er ist steif und bauschig, luftdurchlässig und leicht, und je nach Material auch strapazierfähig – was schnell seine Einsatzgebiete erklärt.

Der Name Tüll kommt von der französischen Stadt Tulle, in der diese Art Spitze zuerst hergestellt wurde. Der „echte Tüll“ oder „Bobinet-Tüll“ wird durch aufwändige Maschinen (Bobinet-Maschinen ;-)) hergestellt, wobei 2 bis 4 Schussfäden (auf Spulen, den Bobinen) diagonal zwischen die Kettfäden geführt werden und diese umschlingen. So entstehen die typischen Waben, die schiebefest sind. (Erfinder: John Heathcoat, England, 1808).

Durch die Netzstruktur besteht eine gewisse Dehnbarkeit und bei zarten Materialien eine Anschmiegsamkeit, was für bequeme Dessous sehr wichtig ist.

Der gewirkte Tüll ist wesentlich günstiger herzustellen und unterscheidet sich erst auf den zweiten Blick vom echten Tüll. Durch die vielfältigen Materialien, die in der Wirkerei eingesetzt werden können, findet Tüll Einsatz bei Gardinen, als Grundlage zum Besticken, bei technischen Textilien und im Dekorations- und Faschingsbereich.

Tüll mit Spitze

Tüll mit Spitze

stoff :: der woche

Diese Woche ENKEL, ein Pannesamt aus den 70er Jahren.

Das Muster ist ornamentartig, paisleymäßig und in warmen Farbtönen gehalten. Der Stoff ist nicht gewebt (also eigentlich kein richtiger Samt) sondern gewirkt, das heißt, er ist leicht dehnbar.

80 cm breit, Acetat

Diese Woche halber Preis 2,95 €/m

enkel

Enkel,Pannesamt,80 cm breit,Acetat

http://www.stoffmariechen.de/enkel-pannesamt-70er-jahre/stoffe-70er?keyword=enkel&category_id=0

Toile de Jouy

Christophe-Philippe Oberkampf, nein – eigentlich den asiatischen Seidenwebern – haben wir es zu verdanken, dass wir uns mit den wunderschönen Toile de Jouy umgeben dürfen.

Da die asiatischen Seidenstoffe „Indiennes“ genannt, mit den detailgenauen Blumenmotiven, stets in Rot oder Blau, den Franzosen auf Dauer zu teuer waren, hat der kluge Herr Oberkampf diese feinen Dessins in Kupferplatten graviert und auf Kattun gedruckt. Das war zumindest materialmäßig günstiger und sofort der letzte Schrei im schicken Frankreich. Schließlich gab es bisher nur wenige, erschwingliche Stoffe mit Musterung, nur Streifen und Karos, da einfach zu weben.

Das Einzigartige am Toile de Jouy, was einfach mit „Stoff aus Jouy“ zu übersetzen ist, ist die Motivwahl. Durchgehend findet man bäuerliche, figurale Szenen, Bilder vom ländlichen Leben, Blumen und asiatische Motive. Gestochen scharf durch den ursprünglichen Kupferdruck und dadurch wirklich etwas ganz Besonderes.

Und weil man damit herrlich schöne Sachen nähen kann – Voilà! Eine Mariechenjacke namens „zauberhaft“

 

BildBildBildBild

Gelb und Gut

Look at this!
Wer ein bisschen Sonne braucht – Pinsel eintauchen, ein tristes Möbelstück anstreichen und den Herbst genießen!